Akupunktur

 

Von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde zur Akupunktur eine Indikationsliste erstellt. Als anerkannte Indikation für eine Behandlung gelten auch chronische Schmerzen, wenn kein körperlicher Befund vorliegt.

Die Akupunktur wird aber auch zur Linderung von Beschwerden bei Pollinosis (Heuschnupfen) und als Anwendung in der Gynäkologie zur Geburtsvorbereitung, bei Schwangerschaftserbrechen und Regelbeschwerden eingesetzt.

Ferner wird Akupunktur im Bereich der (Akupunktur-) Anästhesie bei kleineren Eingriffen wie Zahnbehandlungen angewandt.

Die WHO gibt Indikationen für Akupunktur u.a. in folgenden Bereichen an:


Das Consensus Panel des National Institute of Health (NIH) weist auf vielversprechende Ergebnisse hin, die auf eine Wirksamkeit in den folgenden Bereichen hindeuten:


Bereiche, in denen Akupunktur nach Meinung des NIH als ergänzende Behandlung sinnvoll sein kann, sind:

 

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(Abb.: Akupunkturnadeln)

In der Akupunktur wird die Existenz von 361 Akupunktur- punkten angenommen, die auf den Meridianen angeordnet sind. Demnach gibt es zwölf Hauptmeridiane, die jeweils spiegelverkehrt auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, acht Extrameridiane und eine Reihe von sogenannten Extrapunkten.
Nach Meinung der Anhänger der traditionellen chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Chi beeinflusst. Die traditionsgemäß verwendete Maßeinheit für das Aufsuchen von Einstichpunkten ist das Cun, das sich von der Breite des Daumens der akupunktierten Person ableitet.

Eine Akupunktursitzung dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Dabei wird der Patient ruhig und entspannt gelagert, typischerweise liegt er oder sitzt bequem. Vor dem Einstich einer Nadel werden die Stelle und die unmittelbare Umgebung leicht massiert. Während einer Sitzung werden immer so wenige Nadeln wie möglich gestochen, maximal 16.
Auch nach der Akupunktur sollte der Patient eine Zeit lang noch entspannt verharren. Eine komplette Therapie umfasst in der Regel 10 bis 15 solcher Sitzungen.

 

Mit der Ohrakupunktur behandeln wir akute und chronische Erkrankungen ohne Nebenwirkungen. Die Ohrmuschel spiegelt den gesamten Körper in Form eines "auf dem Kopf stehenden Embryos" wider.
Eine organische Störung stellen wir an der Ohrmuschel über Pulstastung (RAC), das Finden empfindlicher Punkte (Very-Point-Technik) oder auch mittels eines Punktsuchgeräts fest.

AkupunktOhr Der französische Arzt Paul Nogier erstellte in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts anhand von alten chinesischen Schriften eine Kartographie der Reflexzonen aller Organe in der Ohrmuschel. Er kam zu der Erkenntnis, dass sich ein chronisches Krankheitsgeschehen im Ohr geometrisch, d.h. in Form von linear geordneten Punkten darstellt.

 

 

Wann hilft die Ohrakupunktur?

Wir können Schmerzen beeinflussen, lindern und häufig ganz ausschalten. Bei folgenden Indikationen setzen wir die Ohrakupunktur besonders erfolgreich ein:

Des Weiteren sind Leiden, die das zentrale Nervensystem betreffen, wie

Beispiele einer großen Zahl von Indikationen, bei denen sich die Ohrakupunktur als besonders effektiv gezeigt hat. Ihre ausgleichende und entspannende Wirkung ist bemerkenswert.

Die Suchtbehandlung ist eine weitere Domäne der Ohrakupunktur.


Wie wirkt die Ohrakupunktur?

Die im Ohr erzeugten Reize werden von den drei großen Nerven aufgenommen, die das Ohr versorgen:

Die Kerne dieser Nerven liegen im Hirnstamm des verlängerten Rückenmarks und sind mit der dort befindlichen Schaltstelle zwischen dem Gehirn und dem Körper verknüpft. Hier laufen alle Kommandos des Gehirns hindurch, willensgesteuerte wie unwillkürliche (z.B. Atmung, Kreislauf). Umgekehrt werden alle Meldungen des Körpers an das Gehirn hier verarbeitet, verteilt und weitergeleitet.

Wir erzeugen mit dem Einstechen der Nadel eine Reizwirkung - einen Impuls, der in erster Linie regulierend wirkt. Das im Ohr ausgelöste Signal gelangt "auf kurzem Weg" zu dieser Schaltstelle (Formatio reticularis), von dort weiter zum Gehirn und über die Nervenbahnen zum entsprechenden Organ im Körper.

Die Behandlung ist für den Patienten praktisch schmerzfrei und erzielt kurzfristig spürbare Wirkung - ohne schädliche Nebenwirkungen.
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