Chiropraktik

 

Das Wort Chiropraktik bedeutet "mit der Hand behandeln".
Es bezeichnet eine Behandlungsmethode, die ohne Medikamente, Injektionen oder andere Eingriffe durchgeführt wird. Heute ist die Chiropraktik, weltweit gesehen, der größte naturheilkundliche Bereich überhaupt. Sie ist wissenschaftlich gesichert und schulmedizinisch voll anerkannt.

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Durch die natürliche und weitgehend gefahrlose Behandlung werden krankmachende und schmerzauslösende Blockierungen und Verlagerungen der Wirbel nach gründlicher Voruntersuchung gelöst. Der natürliche Selbstheilungs-
mechanismus
des Körpers wird wieder funktionstüchtig.

Die Chiropraktik befasst sich in erster Linie mit jenen Krankheitsgeschehen, denen reversible, also umkehrbare Störungen der Statik und Dynamik des menschlichen Körpers zugrunde liegen.

Eine zentrale Bedeutung kommt dabei den Gelenken im Bereich der Wirbelsäule zu, die z.B. infolge eines Unfalls, einer Prellung oder auch nur einer "falschen" Bewegung blockieren können.
Ein blockiertes Gelenk kann in einer funktionellen Fehlstellung lange Zeit verharren und beschwerdefrei sein. Es kann aber auch zu scheinbar unerklärlichen Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Muskelverspannungen und Fehlhaltung führen.

Darüber hinaus können über reflektorische Vorgänge auch funktionelle organische Störungen wie z.B. nervöse Herz-, Magen- oder Darmstörungen ausgelöst werden. Blockierungen können durch ihre Auswirkungen auf das Nervensystem sehr unterschiedliche Beschwerden verursachen, die zum Teil jahrelang bestehen können, ohne dass die Ursache der Beschwerden in der Wirbelsäule vermutet wird.

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Wie sieht eine Behandlung aus?


Vor Beginn der Behandlung nehmen wir die genaue Krankengeschichte auf, erst danach untersuchen wir Haltung und Beweglichkeit des Patienten. Daraufhin führen wir eine Vielzahl orthopädischer und neurologischer Tests durch, um einen umfassenden Eindruck der Situation zu bekommen. Häufig sind zur Sicherung der Diagnose auch Röntgenaufnahmen oder andere bildgebende Verfahren notwendig.
Erst wenn eine klare Diagnose erfolgt ist und alle Kontraindikationen ausgeschlossen sind, beginnen wir mit der gezielten Behandlung. Sie besteht aus spezifischer sanfter Mobilisation oder Manipulation der gestörten Wirbelgelenke. Auf diese Weise werden blockierte Gelenke wieder beweglich gemacht und die Gelenkflächen in korrekte Beziehung zueinander gebracht.

Falls nötig, wird diese Behandlung durch andere Maßnahmen wie Physiotherapie, Einlagen (Podosohlen) und eine Beratung zu den Arbeits-, Schlaf- und Freizeitgewohnheiten ergänzt.

Oft ist bei der Behandlung ein Knacken zu hören, bei dem es sich um ein explosionsartiges Eindringen von Luft in den Gelenkspalt handelt - und nicht, wie oft vermutet, um ein Aufeinanderreiben der Gelenkflächen.
Es wird nicht "eingerenkt", sondern nur ein blockierter Wirbel, der sich mit einer seiner Gelenkkapseln ohnehin in einer Fehlfunktion befindet, "zurückgebracht".

Durch die Positionierung des Patienten wird dafür gesorgt, dass andere Wirbelsäulenabschnitte nicht ungezielt überdehnt oder manipuliert werden. Man spricht deswegen von gezielter Chiropraktik.

Der Patient empfindet diese Behandlung im Allgemeinen als sehr wohltuend. Häufig ist auch schon nach der ersten Behandlung ein Erfolg spürbar. In der Regel sind jedoch mehrere Termine erforderlich, um eine Stabilisierung zu erreichen.

Fehlstellungen der Wirbelsäule lösen häufig Ischias mit Schmerzen in den Beinen, Hexenschuss oder einen Bandscheibenvorfall aus. Sie verursachen neben Rückenschmerzen auch chronische Kopfschmerzen, Arthrose, Bewegungseinschränkungen des Kopfes, der Schultern und der Arme, Kniebeschwerden, Schwindel, Angst und Nervosität.

19054357smallBei ca. 90% aller Menschen liegt in irgendeiner Form eine Wirbelsäulenblockierung vor. Im Interesse der eigenen Gesundheit sollte man sich deshalb mindestens einmal pro Jahr einer Untersuchung durch einen qualifizierten Chiropraktiker unterziehen. Dies bezieht sich insbesondere auch auf Kinder, um irreversiblen Haltungsschäden vorzubeugen.

Nach der Behandlung

Am Tag der Behandlung und an den folgenden zwei Tagen ist es sehr empfehlenswert, bestimmte Belastungen zu vermeiden, um den Behandlungserfolg zu sichern. Dazu gehören, je nachdem, welcher Bereich behandelt wurde:

Um es zu vereinfachen: Stellen Sie sich vor, wie Sie sich mit 120 Jahren bewegen würden :-)

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