EMG-Diagnostik und -Biofeedback

 


Die Oberflächen-EMG-Diagnostik ergänzt das diagnostische Konzept um den Bereich der Muskulatur. Die Oberflächen-Elektromyographie (EMG) erfüllt alle wissenschaftlichen Gütekriterien und stellt objektive und reproduzierbare Daten bereit. Mittels Oberflächenelektroden wird die Entspannungs- und Spannungsfähigkeit der Muskulatur statisch und dynamisch analysiert. Auch die Maximalkraft im Seitenvergleich wird dargestellt.

Muskuläre Dysbalancen, Verspannungen und Myogelosen sowie Kontraktions- und funktionelle Defizite werden sichtbar gemacht und über den Therapieverlauf dokumentiert.

 

Anwendungsgebiete

Biofeedback

Eine eingeschränkte Köperwahrnehmung ist die Ursache vieler Krankheitsbilder und äußert sich häufig in Fehl- und Schonhaltungen. Mit EMG-Biofeedback können diese bewusst gemacht und therapiert werden. Beispielsweise wird bei Schulter-/Nackenverspannungen eine Tonussenkung bewirkt. Häufig kann dem Patienten bereits in der ersten Sitzung ein "Aha-Erlebnis" und eine für ihn belastungsarme Körperhaltung oder ökonomische Arbeitsweise vermittelt werden. Außerdem können Ansteuerungsdefizite, wie sie z.B. bei der M.-vastus-medialis-Atrophie typisch sind, gezielt therapiert werden.

Die EMG-Diagnostik zeichnet Muskelkraft-Defizite und Dysbalancen im Rechts-links-Vergleich auf. Mithilfe eines Kraftaufnehmers, der auf Zug und Druck reagiert, werden objektive und reproduzierbare Daten durch Mittelung mehrerer Wiederholungen erhoben. Spezielle Adapter ermöglichen Muskelfunktionstests für alle Körpersegmente.
Somit ist eine differenzierte Evaluation von Behandlungsverläufen möglich.

 

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